Windkraft - Erneuerbare Energie - Ein Schritt für die Zukunft in die Zukunft - Energie aus Kleinwindenergieanlagen (KWEA) zur Eigennutzung

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FAQ's KWEA

Frequently Answered Questions (FAQ'S) zum Thema Kleinwindenergieanlagen (KWEA)

Für wen ist eine Windkraftanlage geeignet?

Für alle, die einen geeigneten Standort haben und den Strom selber verbrauchen. Am besten ist ein gleichmäßig hoher Stromverbrauch.

Kann ich eine Anlage in einem Wohngebiet betreiben?

Das ist abhängig von den örtlichen Regelungen. Informieren Sie sich diesbezüglich vorab bei Ihrer zuständigen Behörde. Es gibt Anlagen, die für Wohngebiete geeignet sind.

Kann mein Nachbar etwas gegen die Kleinwindkraftanlage haben?
Wenn die dB-Werte des Geräuschgutachtens und die Baubestimmungen eingehalten werden nicht. Aber es ist besser, frühzeitig zu kommunizieren und Ihren Nachbarn mit ins Boot zu holen. Besichtigen Sie mit ihm eine Referenzanlage oder eine Infoveranstaltung. Eine weitere Möglichkeit ist eine
Gemeinschaftsanlage.

Windkraftanlagen sind doch nur etwas für den hohen Norden, oder?

Das kann man so nicht mehr sagen, auch bei uns in Nordrhein Westfalen nimmt der Wind aufgrund der Klimaveränderung zu. Auch sind die Anlagen für Schwachwindgebiete technisch optimiert worden.  

Habe ich ausreichend Wind für einen wirtschaftlichen Betrieb?
Dies kann ein Blick auf die Windkarte,  bei kleinen Windkraftanlagen ein Handwindmesser und bei größeren Anlagen eine mehrmonatige Windmessung, sowie ein Vergleich mit Aufzeichnungen von Wetterstationen zeigen. Die Daten fließen dann in eine Berechnung ein.

Gibt es eine staatliche Förderung?
Nein, gibt es derzeit nicht. Laut EEG 2009 ist eine Grundvergütung von 5,02 Cent/kWh vorgesehen. In den ersten fünf Jahren beträgt die Anfangsvergütung 9,2 Cent/kWh. Die Degression beträgt 1 % jährlich,  d.h. für 2011 beträgt die Anfangsvergütung 9,02 Cent/kWh.

Brauche ich eine Baugenehmigung?
Anlagen bis zu einer Gesamthöhe von 10 m sind in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei. Es müssen jedoch die Abstandsauflagen, das Bauplanungsrecht, das Immissionsschutzrecht (TA Lärm) und das Naturschutzrecht beachtet werden.
Bei Anlagen bis 50 m Anlagenhöhe ist das baurechtliche Genehmigungsverfahren maßgeblich – zum Gegensatz aufwändigeren immissionsrechtlichen Verfahren für große Anlagen.

Kann ich in einem Naturschutzgebiet eine Windkraftanlage aufstellen?

Dies entscheidet die untere Naturschutzbehörde in einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (SAP) im Rahmen der Baugenehmigung.  Generell ist es in einem Naturschutzgebiet schwieriger, bei entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen jedoch nicht unmöglich.

Wie sind die Abmessungen der Anlage und in welcher Höhe müssen sie errichtet werden?
Dies ist individuell von der Anlage und den örtlichen Gegebenheiten abhängig (Windmessung).

Wie viel Platz benötigt die Windkraftanlage?

Vom Standort der Windkraftanlage müssen 6 – 12 m Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Zu bewohnten Gebäuden ist ein Abstand von mind. 25 m Voraussetzung.

Kann ich Eigenleistung beim Aufstellen der Anlage leisten?
Ja, wir können individuell den Grad der Eigenleistung mit Ihnen vereinbaren.

Kann ich problemlos einspeisen?

Bis zu einer Leistungsgrenze von 30 kW kann die Einspeisung in das öffentliche Netzt normalerweise über die Hausanschlüsse erfolgen.
 
Habe ich mit dem Wind genügend Planungssicherheit?

Laut einer Erhebung des Deutschen Windenergie Institutes (DEWI) ist –  nach den Auswertungen der Windjahre der letzten 16 Jahre – eine Windkraftanlage sehr gut kalkulierbar.

Ist eine Windmessung notwendig?
Eine Windmessung ist nicht zwingend notwendig. Jedoch gibt Ihnen eine vorherige professionelle Windmessung Aufschluss über die Rentabilität der Anlage. Zudem kann mit Hilfe einer Windmessung leichter eine passende Windkraftanlage für Ihre Anforderungen gefunden werden.

Wie sieht es mit der Rentabilität/Amortisation aus?
Die Rentabilität ist abhängig vom Standort und den dort herrschenden Windverhältnissen. Nach einer Einschätzung (bei kleineren Anlagen) oder einer Windmessung mit entsprechender Auswertung (bei größeren Anlagen), muss die Rentabilität durch uns individuell berechnet werden.

Wie verhält sich der Kosten-Nutzen-Faktor einer Windkraftanlage?

Dies ist individuell von der Anlage und deren produzierten Strommenge abhängig. Um den Kostennutzen selbst berechnen zu können, muss der Jahresenergieverbrauch bekannt sein. Windstrom kann je nach Anwendung Heizöl, Gas oder Strom ersetzen. Die folgenden Brennstoffmengen haben einen Energiewert von ca. 10 kW/h: 1 Liter Öl, 1 m³ Gas, 1,58 Liter Flüssiggas, 2,12 kg Holzpellets, 2,57 kg Strohpellets, 2,21 kg Weizen.

Wie sieht die Finanzierung mit Fremdkapital aus?

Hierzu wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank, da dies von Kreditinstitut zu Kreditinstitut verschieden ist.

Muss ich schädliche Einflüsse von der Windkraftanlage befürchten?

Bei Kleinwindkraftanlagen ist der Schattenschlag aufgrund der geringen Bauhöhe sehr gering. Ebenso verhält es sich mit evtl. Lichtreflexen. Die von uns vertriebenen Anlagen sind langjährig erprobt und technisch auf den neuesten Stand, so z.B. auch die Form der Flügel, um die Geräuschentwicklung minimal zu halten. Jede Anlage ist mit einer automatischen Abschaltung ab einer gewissen Windstärke ausgestattet.  

Kann es Blitzeinschläge geben?  
Ja, der Blitz sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes.

Gibt es Maßnahmen, um das Gerät vor Blitzeinschlag zu schützen?

Es kann ein Banderder verwendet werden, mit dem der Mast geerdet wird. Die empfohlene Länge wird mit 5 – 15 m angegeben.

Wie wird der Mast aufgestellt?
Bis zu einer Mastlänge von 8 m mit einer speziellen Aufstellvorrichtung (Seilwinden-Konstruktion). Darüber hinaus mit einem Kranwagen, o.ä.

Gibt es Installationsprobleme (Leitungen)?
Wir bieten im Komplettpaket den Anschluss durch unseren erfahrenen Elektropartner mit an. Unser Fachmann wird für Sie eine individuelle Lösung finden.

Welches Kabel wird benötigt?
Je nach Art der Verlegung. DIN/ISO/VDE.

Welchen Querschnitt muss das Kabel aufweisen?

Das ist abhängig von der Leistung und der Leitungslänge. Hierfür gibt es Tabellen in DIN/ISO/VDE.

Wie tief muss das Kabel verlegt werden?
Das Kabel muss gemäß VDE ca. 1 m tief im Erdboden verlegt werden.

Wie lange dauert die Inbetriebnahme der Anlage?

Für Aufstellung der Anlage bei einem vorhandenen Fundament darf mit ca. 1 – 2 Tagen gerechnet werden.

Welche Lebensdauer hat eine Windkraftanlage?
Wir gehen von einer Lebensdauer von größer 20 Jahren aus. Die sachgemäße Wartung der Anlage ist dafür Voraussetzung.

Welche Folgekosten fallen an?

Es wird empfohlen, eine jährliche Sicherheits- und Sichtkontrolle durchführen zu lassen. Die Kosten hierfür ergeben sich individuell aus dem Umfang und der Größe der Anlage. Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass die Kosten im Bereich der Wartungskosten für Ihre Heizungsanlage liegen.

Was passiert, wenn die Anlage ausfällt?
Gerne bieten wir Ihnen einen Servicevertrag nach Ihren Wünschen an.

Gibt es sinnvolle Versicherungen?
Eine Anlagenhaftpflichtversicherung wird empfohlen. Entweder Sie setzen sich mit Ihrem Versicherungsberater in Verbindung oder nutzen unser Angebot.

Welcher Energieaufwand wird für die Herstellung und Transport einer Windkraftanlage benötigt?
Die Energierücklaufzeit (energetische Amortisationszeit) beschreibt die Zeit, die benötigt wird, damit die Anlage so viel Energie erzeugt hat, wie zu deren Herstellung benötigt wurde. Bei großen Windkraftanlagen liegt dieser Zeitraum ca. zwischen 3 – 9 Monaten. Auch konservative Schätzungen haben ergeben, dass die Energierücklaufzeit von Windkraftanlagen deutlich unter einem Jahr liegt.

Kann durch eine Windkraftanlage CO2 eingespart werden?
Ja, jede eingesparte kW/h, die nicht durch herkömmliche Energieerzeugung produziert wird,
spart ca. 0,43 kg CO2 Ausstoß ein.   

Können Vögel oder andere Flugtiere durch eine Windkraftanlage zu Schaden kommen?
Ja, es kommen deutschlandweit im Jahr ca. 1.000 Vögel durch Kollisionen mit Windkraftanlagen um. Im Vergleich hierzu sterben jedoch ca. 5 – 10 Millionen Vögel jährlich durch den Straßenverkehr und Überlandstromleitungen. Der Naturschutzbund ist nach Auswertung von mehreren internationalen Studien zu dem Schluss gekommen, dass eine Beeinträchtigung der Vogelpopulation hierbei nicht besteht. Auch Fledermäuse können durch Windkraftanlagen zu Schaden kommen. Fledermäuse sind geschützte Tiere. Falls auf Ihrem Standort Fledermäuse vorkommen und nisten, kann der Gesetzgeber die Aufstellung
einer Windkraftanlage verbieten.

Windenergie ist eine Alternative, wenn
•  der Standort passt,
•  die Nachbarn/Behörden rechtzeitig mit einbezogen werden,
•  die Planung stimmt,
•  und genau kalkuliert wird.
Die beste Rendite erreicht man mit der Eigennutzung der Windkraft.

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